Hochzeitsreportage in der Inselmühle München – Zwei Tage zwischen Cabrio, Kirche und Kuchen

Standesamt mit Gartenzugang in München-Schwabing

Der Auftakt am Freitag führte uns ins Standesamt Mandlstraße. Innenarchitektonisch eher „funktional“ (um es diplomatisch auszudrücken), aber die Lage direkt am Englischen Garten macht das sofort wieder wett. Nach der Trauung nutzten wir die Brücke über den Schwabinger Bach für die ersten Brautpaarfotos – ein Ort, der so romantisch wirkt, dass man fast vergisst, dass gleich um die Ecke Jogger in Neonfarben vorbeiziehen. Als Hochzeitsfotograf in München weiß man: In Schwabing gehört das zum guten Ton.

Cabriofahrt mit Wolkenfilter nach Nymphenburg

Am Samstagvormittag holte ich das Brautpaar an der Inselmühle ab. Gemeinsam ging es im BMW Cabrio Oldtimer Richtung Schloss Nymphenburg zum Shooting. Das Wetter war wolkig – Fotografen nennen das „natürlicher Softbox-Effekt“, andere würden schlicht „grau“ sagen. Für die Fotos war es perfekt: keine harten Schatten, keine zusammengekniffenen Augen, und das Cabrio wirkte gleich doppelt nostalgisch.

Kirchliche Trauung in München-Untermenzing

Die evangelische Epiphanias-Kirche in Untermenzing bot den Rahmen für die kirchliche Trauung. Schlicht, elegant und ohne Ablenkungen – genau richtig, um den Blick auf das Wesentliche zu lenken: das Ja-Wort. Nach den Gratulationen vor der Kirche ging es zurück zur Inselmühle an der Grenze zu München-Allach, wo der nächste Programmpunkt wartete.

Kaffee, Torte und historische Mauern an der Würm

Die Inselmühle ist ein Ort, an dem Geschichte und Gastfreundschaft Hand in Hand gehen. Direkt an der Würm gelegen, verbindet sie die Ruhe des Flusses mit dem Charme historischer Mauern. Im Restaurant wurde die Hochzeitstorte angeschnitten, begleitet von Kaffee und dem leisen Gefühl, dass man hier auch ohne Hochzeit gerne länger sitzen bleiben würde.

Kleine Entführung, große Wirkung

Zwischendurch gab es eine spontane Brautentführung in ein nahegelegenes Restaurant. Anders als beim klassischen bayerischen Brautverziehen war diese Version kurz, charmant und nur für die Gäste, die zufällig Wind davon bekamen. Man könnte sagen: eine Art „Pop-up-Event“ innerhalb der Hochzeit.

Sommerzelt, Stadl und Tanzfläche

Am Abend wechselte die Gesellschaft ins Freigelände: ein Sommerzelt und der urige Garten-Stadl boten die perfekte Kulisse für Reden, Walzer und eine ausgelassene Party. Besonders die Rede des Brautvaters sorgte für bewegte Gesichter – und nein, nicht nur wegen der Lautstärke der Mikrofonanlage.

Ein Wochenende voller Erinnerungen im Münchner Westen

Zwei Tage, zwei Trauungen, ein Oldtimer, eine spontane Brautentführung und eine Feier, die vom Kaffeetrinken bis zur Tanzfläche alles bot – diese Hochzeit hatte wirklich viele Facetten. Ob beim Shooting in Nymphenburg, beim Tortenanschnitt in der Inselmühle oder beim Walzer im Garten-Stadl – überall entstanden Bilder, die die Geschichte dieses Paares erzählen. Und genau darum geht es am Ende: Erinnerungen zu schaffen, die auch Jahre später noch ein Lächeln hervorrufen.