Hochzeit im Kloster Benediktbeuern: Basilika-Glanz, Opernstimme und Tiramisu am Walchensee

Ein Kloster mit Geschichte – und einer Braut mit Schirm

Das Kloster Benediktbeuern liegt nördlich des Kochelsees, eingebettet in die bayerische Voralpenlandschaft zwischen Bad Tölz, Bichl und Bad Heilbrunn. Mit seinen über 1250 Jahren Geschichte ist es nicht nur ein Ort der Spiritualität, sondern auch eine eindrucksvolle Kulisse für Hochzeitsfotografen in Oberbayern. In der Basilika St. Benedikt durfte ich als Hochzeitsfotograf aus München eine Trauung begleiten, die in vielerlei Hinsicht unvergesslich war.

Der Bräutigam wartete bereits im Trockenen, während draußen ein kleines Schauspiel stattfand: Der Vater der Braut balancierte Regenschirm und Tochter gleichzeitig, während zwei Freundinnen das Brautkleid vor den Pfützen retteten. Ein Balanceakt, der fast olympische Disziplin verdient hätte.

Musik in der Basilika Benediktbeuern, die unter die Haut ging

In der Kirche selbst wurde es klassisch: Die Braut am Arm des Vaters, der nicht nur führte, sondern später auch sang – mit einer Stimme, die eher an die Oper als an eine Hochzeitsgesellschaft erinnerte.

Beim Auszug wartete dann kein Blütenregen, sondern erneut Petrus mit seiner ganz eigenen Interpretation von Hochzeitskonfetti: Wasser von oben. Zum Glück verfügt die Klosteranlage über Arkaden, die sich als wetterfeste Alternative für Gratulationen und das große Gruppenfoto im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen erwiesen.

Vom Kochelsee hinauf zur Hochzeit am Walchensee

Nach der Trauung führte der Weg über den Kesselberg hinauf zum Walchensee – eine der schönsten Panoramastraßen in Bayern. Schon die Fahrt ist ein Erlebnis: Serpentinen, Ausblicke auf den Herzogstand und das Gefühl, dass man gleich in eine Postkarte hineinfährt. Ziel war das Strandcafé Bucherer in Urfeld, direkt am See gelegen.

Drinnen wartete der Sektempfang, und natürlich die Hochzeitstorte. Oder besser gesagt: ein Tiramisu in XXL-Format, das sich als Torte tarnte.

Brautpaarfotos zwischen Nieselregen und Nebel

Für die Paarfotos nutzten wir die kurzen Regenpausen. Einige Aufnahmen entstanden direkt am Walchensee, andere mit Blick Richtung Jachenau und Lenggries. Der See zeigte sich geheimnisvoll – Nebel oder Wolken, so genau ließ sich das nicht unterscheiden.

Manchmal sind es gerade diese Wetterkapriolen, die den Bildern eine besondere Stimmung verleihen. Sonnenschein kann jeder – aber ein Brautpaar, das lachend im Nieselregen steht, hat seinen ganz eigenen Zauber.

Warum eine Hochzeit im Tölzer Land unvergesslich bleibt

Am Ende dieses Tages bleibt die Erinnerung an eine Trauung voller Emotionen, einen Vater mit Opernstimme und ein Tiramisu, das vermutlich noch immer Legendenstatus hat.

Als Hochzeitsfotograf in Benediktbeuern durfte ich wieder einmal erleben, dass es nicht das perfekte Wetter ist, das eine Hochzeit ausmacht, sondern die Menschen, die sie feiern. Und wenn Petrus meint, er müsse mitmischen – dann entstehen eben Fotos mit Regenschirm, Nebel und einem Hauch von Dramatik.